Vorstandssitzung des VLPO vom 28.05.2013

Wir hatten heute die Regionalgruppen zu Besuch. Wir konnten heraushören, dass die Treffen meist einen gemütlichen Charakter haben und nicht nur der Arbeit dienen. Wir konnten aber auch spüren, dass die Regionalgruppen in kleineren Schulregionen ums Überleben kämpfen, da das Interesse von Junglehrpersonen nicht gross ist und da heutzutage das Material per Internet ausgetauscht wird. Die Frage, ab welchem Schuljahr die Kinder nun mit vier Jahren obligatorisch in den Kindergarten müssen, wird immer wieder gestellt. Leider müssen wir hier die Kindergartenlehrpersonen vertrösten, da dies mit der Einführung des neuen Primarschulgesetzes zusammenhängt. Wie wir alle wissen, ist hierzu die erste Lesung in der Junisession und da es vielleicht sogar drei Lesungen geben wird, kann dies noch dauern.

Gemeinsam mit der SPVal haben wir abgemacht, dass wir zwischen der ersten und der zweiten Lesung mit den Oberwalliser Vertretern im Grossen Rat zusammensitzen wollen, um unsere Wünsche betreffend dem neuen Primarschulgesetz einzugeben. Es ist uns aber auch wichtig, dass die Grossräte und Grossrätinnen wissen, was unsere Begehren für die Walliser Schule sind. Daher haben wir einen „Wunschkatalog“ zusammengestellt, für den wir uns stark machen wollen. Auch die SPVal hat so einen Katalog. Wir sind  gespannt, welche relevanten Punkte sie uns anlässlich ihrer Delegiertenversammlung am 8. Juni präsentieren.

Endlich haben wir den Fragebogen zum Thema „Mille Feuille“ versendet. Es tut uns schrecklich leid, dass alle Lehrpersonen sich durch die Fragen zum Französischunterricht drücken müssen, um zu den Fragen betreffend der Weiterbildung zu kommen. Wir bitten euch aber, uns hier zu unterstützen, denn die Kraft der Basis ist nicht zu unterschätzen und wir hoffen, dass wir dem Departement dadurch fundierte Rückmeldungen geben können.

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Wir alle nehmen unsere letzte Energie und spurten der Ziellinie entgegen. Wir freuen uns hierzu, dass der neue Departementsvorsteher Herr Freysinger uns Lehrpersonen das Vertrauen ausspricht, dass wir unsere Aufgaben der Planung des neuen Schuljahres und die Weiterbildungen gewissenhaft erledigen. Mit der Aufhebung der Rahmenbedingungen zur ersten und letzten „Ferienwoche“ wird aber der Gesetzesartikel 23 (vgl. unten) des Gesetzes über die Besoldung selber, in welchem steht, dass in diesen zwei Wochen die Lehrpersonen dem Schuldirektor zur Verfügung stehen, leider nicht aufgehoben. Wir hoffen bei den Schuldirektoren aber auf die gleiche Weitsicht und das gleiche Vertrauen, dass wir von Sitten erhalten haben.

Art. 23                  Dauer des Unterrichtsjahrs

1Die Dauer des Unterrichtsjahrs beträgt 38 effektive Unterrichtswochen; vorbehalten bleiben die speziellen Bestimmungen der Berufsfachschulen.

2Die Lehrpersonen stehen den Schuldirektionen in der Woche nach Schulschluss und in der Woche vor Schulbeginn zur Verfügung.

3 Die Ferien werden in der Verordnung festgelegt.

Wir wünschen allen einen guten Endspurt und anschliessend erholsame Ferien.

Der Vorstand

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