5 Millionen Franken Einsparungen bei der Dienststelle für Unterrichtswesen!! Entlassungen und Streichungen von Teilpensen unumgänglich!!

Zuerst wollen wir euch kurz den „Fahrplan“ der letzten Wochen aufzeigen: Am Montag, 27. Januar, um 15.09 Uhr erhielten alle Präsidenten und Präsidentinnen der Lehrervereine und der Schulleiterverbände eine dringende Einladung von Jean-Marie Cleusix für den folgenden Mittwoch Abend. In dieser Sitzung wurden die eingeladenen Personen informiert, dass der Departementsvorsteher 5 Millionen Franken bei der Dienststelle für Unterrichtswesen einsparen will und vermutlich auch wird. Die bezüglich der Sitzung vorgestellten Dokumente wurden dann am Donnerstag, 30. Januar an alle Schuldirektionen und Lehrpersonen weitergeleitet.

Der ZMLP hat sofort auf diese unglaublichen Sparmassnahmen reagiert und im Namen aller Lehrerverbände einen Brief an den Staatsrat gesendet, in welchem er auf die Unzufriedenheit der Lehrerverbände aufmerksam macht. Wie es der Zufall wollte, hatten wir am Mittwoch, 5. Februar eine Sitzung mit dem Gesamtstaatsrat, in dem wir die Budgetfrage noch einmal aufgegriffen haben. Wir forderten zumindest den Grund zu erfahren, weshalb bei einer Dienststelle viel mehr gespart wird, als bei den anderen. Der Puck wurde vom Staatsrat dem Grossrat zugeschoben, der befiehlt und der Staatsrat gehorcht aufs Wort. Wir bekundeten aufs heftigste, dass wir die Qualität der Einsparungen vermissen. Es kann nicht sein, das arithmetische Formeln als Grund reichen!! Zudem haben wir den Staatsrat darauf aufmerksam gemacht, dass die Verbände des Personals bei solchen Entscheidungen als Partner angehört werden sollten, was in den letzten Monaten nie geschehen ist.

In den zwei vergangen Wochen jagte eine Sitzung die andere, um die Sparmassnahmen zu diskutieren und um Lösungen zu suchen. Von einer linearen Lohnreduktion von 1% bei den Staatsangestellten, über die Sistierung der Steuersenkungen, zu einem Referendum gegen das Dekret „Prüfung der Aufgaben und Strukturen des Staates“ wird alles diskutiert. Das momentane Problem stellt sich aber folgendermassen: Jeder Verein läuft nun zu Herrn Freysinger und Herrn Cleusix und bringt seine Forderungen dar. Aber alle sind sich nicht einig. Da lacht man sich doch ins Fäustchen! Wenn wir keine Einigkeit finden, macht das Departement doch sowieso, was es will.

In einem Mail an alle Präsidentinnen und Präsidenten der Lehrervereine und an die Schuldirektoren haben wir auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Wir vom VLPO werden versuchen, alle an einen Tisch zu bekommen, um einen einzigen, aber sinnvollen und umsetzbaren Vorschlag dem Departement zu unterbreiten.

Gemeinsam sollten wir versuchen, die verschiedenen Sparmassnahmen, welche die Schule und somit die Qualität betreffen, versuchen abzuschwächen oder aufzuheben. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir euch wieder informieren. Wir versuchen so weit es in unserer Macht steht, gegen alles zu kämpfen, was die Qualität der Walliser Schule mindert!

Für den VLPO

Rita Fux-Imstepf, Co-Präsidentin

Christine Wenger, Co-Präsidentin

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