Thema: Arbeitssituation

Lehrplan 21- Einführungskonzept

18. Februar 2017 | Keine Kommentare »

Mitteilung der Dienststelle für Unterrichtswesen:

Es freut uns, Ihnen das Konzept zur Einführung des Lehrplans 21 im Kanton Wallis zu übermitteln. Dieses Konzept wird auch im nächsten Mitteilungsblatt publiziert, ebenso auf der Internetseite des Kantons.

Download: Konzept Lehrplan 21 – Kanton Wallis

Gesetz über die Sonderschulung

29. September 2015 | Keine Kommentare »

Hier findet ihr mehrere Informationen über die “Revision des Gesetzes über die Hilfs- und Sonderschulen vom 25. Juni 1986″

Download: Bericht Staatsrat – Eröffnung der Vernehmlassung
Download: Einleitung Vernehmlassung
Download: Vorprojekt Gesetz über die Sonderschulung

Lehrplan 21 Departementsentscheid 23. September 2015

29. September 2015 | Keine Kommentare »

Download: Nächste Schritte

Dossier Primarschulgesetz (PSG)

03. September 2013 | Keine Kommentare »

Verteidigung des Standpunkts der Berufsverbände SPVal und VLPO bei der Kommission der zweiten Lesung, Sitzung vom 20. August 2013.


Einleitende Äusserungen

Dank

Die Vertreter der Verbände wissen es zu schätzen, dass sie eingeladen wurden, um an einem Teil dieser Sitzung teilnehmen zu können. Die Arbeit der Verbände ist ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit mit dem Departement. Es scheint uns wichtig, die Partnerschaft mit der SPVal und dem VLPO aufrecht zu erhalten.

Eindrücke nach der ersten Lesung

Die Welle der eingereichten Änderungsanträge änderte den ursprünglichen Entwurf nicht grundsätzlich. Wir stellen fest, dass der Entwurf, der von der Arbeitsgruppe vorgestellt wurde und vom Staatsrat ohne grosse Änderungen verabschiedet wurde, gut war. Er umfasst eine Kohärenz, die von den Leitideen vorgegeben war, die schon zu Beginn der Arbeiten bestimmt wurden.

Befürchtungen im Zusammenhang mit einer allzu schlechten Einschätzung der öffentlichen Finanzen

Ein Gesetz wird auf die Dauer und für die künftige Entwicklung geschaffen. Es ist äusserst wichtig, dass man nicht der Versuchung nachgibt, aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten ein billiges Gesetz zu machen. Wir weisen gern darauf hin, dass der Grosse Rat bei der Schaffung des Gesetzes über die OS grosszügig war. Die Primarschule darf bei der Erneuerung der Gesetzestexte nicht in den Rückstand geraten.

Wir fürchten ebenfalls als Folge der finanziellen Situation eine Zunahme der Klassenbestände. Eine qualitativ hochstehende Schule kann nur mit Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Herausforderungen der Gesellschaft, in der sie ihre Rolle spielen muss, angepasst sind.

Ausführung der Bestimmungen, die im Gesetz über das Gehalt beschlossen wurden

Der Artikel 29 des Gesetzes über das Gehalt des Lehrpersonals, das am 14. September 2011 vom Grossen Rat angenommen wurde, legt ein Vollpensum auf 30 wöchentliche Unterrichtseinheiten fest. Diese notwendige Aufwertung der Arbeitsbedingungen spiegelt sich im Moment noch nicht in der Wirklichkeit wieder, denn die Ausführung der Änderung ist an die Ausführung des PSG gebunden. Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir noch weit von den 23 Einheiten der Sekundarstufe II und den 26 Einheiten der Sekundarstufe I entfernt sind, wenn die 30 Einheiten Wirklichkeit geworden sind.

Wir stellen mit Unbehagen fest, dass zahlreiche junge Kollegen nach dem Abschluss der PH freiwillig Pensen von unter 100 % annehmen. Diese Wahl ist die Folge der Arbeitsbelastung (in und neben der Klasse), die von den Lehrpersonen verlangt wird. Wird ein Beruf, der nicht vollzeitlich ausgeübt werden kann, wirklich geschätzt? Wir glauben, dass eine reduzierte Präsenz vor der Klasse eine Notwendigkeit darstellt, die nicht aufgeschoben werden darf.

Andererseits sah die Botschaft zum Entwurf des PSG eine zunehmende Präsenz der Schüler an der Schule vor. Die Idee, das Vollpensum einer Lehrperson (30) von der Präsenzzeit der Schüler der letzten Stufen (32) zu trennen, war ein Argument, obligatorisch zwei Personen für eine Klasse einzuführen. Die Diskussionen über die wünschbare Zahl der Lehrpersonen müssen diese Vorschläge berücksichtigen oder das Tabu einer verminderten Präsenzzeit der Schüler während der obligatorischen Schulzeit in Frage stellen. Das Wallis ist Schweizer Meister in dem Bereich und bietet seinen Schülern die längste Präsenzzeit während der obligatorischen Schule an (ein Jahr mehr als der Kanton Neuenburg zum Beispiel).

Punkte, die bei der ersten Lesung offen gelassen wurden:

Organisation des Kindergartens

Die Folgen der verschiedenen vorgesehenen Varianten müssen sorgfältig geprüft und in einen Zusammenhang mit dem Angebot der Vor- und Nachschulbetreuung an die Eltern gebracht werden.

Die Variante, die den Gemeinden einen Spielraum lässt, scheint uns nicht annehmbar, weil sie je nach Wohnort der Familien Ungleichheiten schaffen würde. Diese Variante würde ebenfalls dazu führen, dass die Lehrpersonen unter verschiedenen Voraussetzungen arbeiten, um die Ziele desselben Lehrplans zu erreichen.

Bei einer Umfrage auf der Website spval.ch sprachen sich 64% der eingegangenen Antworten für eine Einschulung halbtags über das ganze Jahr  in der 1H aus.

Klassenlehrer

In der ersten Lesung wollte die Mehrheit des Parlamentes diese Aufgabe aufwerten und legte eine Unterrichtszeit von 60 % in der Klasse fest, damit jemand das Amt des Klassenlehrers ausüben kann. Von unserem Gesichtspunkt aus bildet dieser Entscheid keine Aufwertung. Im Gegenteil, diese Bestimmung macht den zahlreichen Lehrpersonen Probleme, die sich die Unterrichtsaufgabe je zur Hälfte teilen.

Wenn man den Klassenlehrer aufwerten will, müsste man eher eine Entlastung vorsehen, wie das in den Sekundarstufen I und II der Fall ist, damit die Personen sich mit administrativen Aufgaben und dem Kontakt mit den Eltern beschäftigen können. Solange wirkliche Bestimmungen zur Aufwertung fehlen, beantragen wir, dass auf die Bestimmung eines Mindesttätigkeitsgrads im Gesetz verzichtet wird.

Mediation

Die Einführung dieser Praxis, die in der OS bereits in Kraft ist, scheint uns eine Notwendigkeit. Eine besondere Ausbildung, die sich an das Lehrpersonal jeder Schule richtet, und freie Zeit für das Erfüllen dieser Aufgabe sollten in diesem Gesetz vorgesehen werden. Ein Ansatz, der die Zusammenarbeit mit den Sozialarbeitern fördert, scheint uns nicht uninteressant.

Sonderschulunterricht

Von unserem Gesichtspunkt aus ist es nicht angebracht, die Beratung dieses Gesetzes zum Anlass zu nehmen, um die integrativen Möglichkeiten, die seit zahlreichen Jahren gewählt werden, in Frage zu stellen. Es ist hingegen unbedingt nötig, das kantonale Konzept für den Sonderschulunterricht, das gegenwärtig auf die Verabschiedung durch den Staatsrat wartet, und die Artikel, die in diesem Gesetz den Sonderschulunterricht behandeln, aneinander anzupassen.

Erinnern wir uns daran, dass die Bestimmungen über den Sonderschulunterricht im Entwurf des PSG aus dem Konkordat über den Sonderschulunterricht stammen, das vom Walliser Grossen Rat am 8. Oktober 2008 angenommen wurde. Die Kohärenz muss beibehalten werden.

(http://www.ciip.ch/medias/pedagogie_specialisee/documents_et_liens).

Referenz: Artikel 2, Buchstabe b des Konkordats:

Die integrativen Lösungen werden separativen Lösungen vorgezogen, wobei das Wohlbefinden und die Entwicklungsmöglichkeiten des betroffenen Kindes oder Jugendlichen beachtet und die schulische Umgebung und Organisation berücksichtigt werden.

Pädagogische Teams

Aus den Vorbehalten, die in der ersten Lesung zu diesem Antrag geäussert wurden, scheint sich ein Konzept herausgeschält zu haben, das uns zufrieden stellt. Die Verteidigung einer unbedingt nötigen, vom Grossen Rat gewählten Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen wird schon jetzt in der täglichen Praxis umgesetz. Die individualistische Berufsausübung hat keine Zukunft, und dieses Gesetz muss alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, die die Zusammenarbeit fördern.

Situationen, die zu entgleiten drohen

Die bisher geschaffenen Strukturen müssen unbedingt verstärkt werden. Die Hilferufe der Lehrpersonen, die vor Situationen stehen, die den Betrieb der Klasse und die Gesundheit der dort arbeitenden Lehrpersonen in Gefahr bringen, müssen angemessen gehandhabt werden, und zwar schneller als heute. Wirksame Hilfen in Problemsituationen sollten in diesem Gesetz festgehalten werden.

Qualitätssicherung

Eine klare Aufgabenteilung zwischen Direktionen und Inspektorat ist notwendig, um für den guten Betrieb der Institution zu sorgen. Eine Politik der Partnerschaft mit den Lehrerverbänden muss von diesem Gesetz unterstützt werden. Alle Organe, die an der Schule beteiligt sind, müssen am Analyseverfahren mitwirken und ihren Beitrag zur Verbesserung des Systems leisten können.

Andererseits scheint es uns wichtig, das Ernennungsorgan der Schuldirektionen rasch zu ändern, und diese Verantwortung dem Staat zu übertragen.

Freie Schulwahl

Von unserem Gesichtspunkt aus muss diese Idee, die von einigen Parlamentsmitgliedern in der ersten Lesung unterstützt wurde, unbedingt bekämpft werden. Die Verteidigung einer öffentlichen Schule, die in allen Gemeinden des Kantons die gleiche Qualität aufweist, muss Vorrang haben, und der Ort, an dem die Schüler die Schule besuchen, muss von ihrem Wohnort abhängen.


Für die SPVal und den VLPO
Stellungnahmen vom 20. August 2013
vor der Kommission der 2. Lesung des PSG

Rita Fux, Christine Wenger, Co-Präsidentinnen des VLPO
Didier Jacquier, Präsident der SPVal

Arbeitssituation der Lehrpersonen: Arbeitszeiterhebung 2009

09. Dezember 2009 | Keine Kommentare »

Lehrerinnen und Lehrer leisten jährlich gratis  Überstunden im Wert von 900 Millionen Franken.

Hier einige interessante Zitate:

Link: Franziska Peterhans, Zentralsekretärin LCH

Link: Beat Zemp, Zentralpräsident LCH

Link: Anton Strittmatter, Erziehungswissenschaftler

Link: Arbeitszeiterhebung 2009: Lehrpersonen leisten jährlich gratis Überstunden im Wert von 900 Millionen